Berichte
Weihnachtsgrüße / Störtebecker Cup / Werbelinseeregatta / Optitraining / Trainingslager / Absegeln / Pavillionbau / Randmeertörn / Ikonfest / Trainingswochenende

Weihnachtsgrüße

Liebe Segelkameraden,

auf diesem Wege wünsche ich Ihnen im Namen aller Vereinsmitglieder ein schönes Weihnachtsfest, besinnliche Tage im Kreis der Familie und Freunde, einen guten Rutsch und viel Gesundheit fürs neue Jahr.

Für den SVS neigt sich ein erfolgreiches Jahr 2015 dem Ende zu. Was war so erfolgreiches?

Wir haben zum ersten Mal die Mitgliederzahl von 70 Vereinsmitgliedern erreicht.

Die Opti-Anfänger haben alle ihren Jüngstensegelschein erworben und erfolgreich an mehreren Anfängerregatten teilgenommen. Höhepunkt war der erste Platz von 66 Teilnehmern bei der Anfängerregatta vom Potsdamer Yacht-Club, welcher in der Übergabe eines Wanderpokals (Block der Gorch Fock) gipfelte.

Die aktiven Regattakinder trainieren im Bezirk und haben an bis zu 12 Regatten in Deutschland und 3 Regatten im Ausland teilgenommen. Höhepunkt war, dass ein Kind an der Deutschenmeisterschaft teilgenommen hat. Mit Platz 114 von 211 ein gutes Ergebnis.

Die Jugendgruppe hat sich vergrößert. Drei Jugendliche haben die praktische Prüfung zum Segelschein bestanden. Sehr erfreulich war, dass die ersten Jugendlichen angefangen haben beim Opti-Anfängertraining zu helfen. Ihnen hat es viel Spaß gemacht und der Trainer hatte tatkräftige Unterstützung. Außerdem haben zwei Jugendliche mit der Dyas an drei Regatten teilgenommen. Eine besondere Leistung von vier Jugendlichen war die Teilnahem an der Regatta ”60 sm von Berlin“. Diese Regatta beginnt am Freitagnachmittag und es wird die ganze Nacht durchgesegelt bis man zwischen Wannsee und Spandau 60 sm abgesegelt hat. Um 4.00 Uhr morgens waren die Jugendlichen stolz, aber erschöpft wieder im Verein.

Der Höhepunkt der Saison war, der Bau einer Jolle.

Bei der Messe Berlin konnten sich Vereine bewerben, die Lust hatten eine Jolle unter Anleitung zu bauen, die dann auch noch dem Verein geschenkt wird.

Wir haben diesen Bootsbauwettbewerb gewonnen.

Unsere Kinderund Jugendlichen haben vor und während der Berliner Bootsmesse ”Boot & Fun“ unter Anleitung von Bootsbauern, eine Jolle gebaut. Diese Jolle ist komplett segelfertig, da uns auch noch ein Segelmacher das Segel gesponsert hat. Dies war eine tolle Erfahrung und gehört jetzt dem SVS.

Der krönende Saisonabschluss war, dass der SVS zum dritten Mal in Folge vom Deutschen Segler-Verband für erfolgreiche Ausbildung ausgezeichnet wurde.

Mit freundlichen Seglergrüßen

Mathias Keim Vorsitzender

Der Störtebecker Opti-Cup auf Helgoland vom 13. - 17.07.2013

Vor Helgoland gibt es die einzige Opti Hochseeregatta, den Störtebeker Opti Cup. Wir hatten beschlossen daran teilzunehmen und das hat sich auch gelohnt.

Es fing damit an:
Ein paar Personen sind einen Tag, bevor wir alle mit der Fähre nach Helgoland gefahren sind, mit dem Auto und Mobo- und Optitrailer nach Cuxhaven gefahren. Dort haben sie den Trailer im Hafen abgegeben. Alle Motorboote und Optimisten wurden mit dem Küstenmobil "Kümo" nach Helgoland gebracht. Wir sind dann zur Jugendherberge und haben dort übernachtet. Am nächsten Morgen haben wir dann die Jugendherberge verlassen und sind dann von dort aus mit der Fähre nach Helgoland geschippert. Unsere Trainer haben die ganze Zeit geschlafen. Als wir nach 2 Stunden ankamen, waren wir total aufgeregt, weil wir noch nie bei dieser Regatta waren. Wir haben dann unseren Trailer im Hafen gesucht und gefunden. Unsere Optimisten wurden abgeladen und aufgebaut. Die Trainer kümmerten sich um das Kranen des Motorbootes. Nachdem alles aufgebaut wurde, gingen wir schon mal auf das Wasser, um das Revier zu erkunden. Schließlich sind wir noch nie auf der Nordsee mit unseren Optis gesegelt.

Am nächsten Tag liefen wir zur ersten Wettfahrt aus. An diesem Tag waren 4-5 Windstärken. Wir sind drei von sieben ausgeschriebenen Wettfahrten gesegelt und Wir belegten die Plätze: 37, 38, 37 Finja, 14, 33, 5 Alina und 23, 21, 18 Lucy.

Allgemein
Frühstück und Abendessen wurde für uns organisiert und es gab nach jedem Segeltag eine Zeitung für uns (Das Störtebecker-Opti-Blatt).

Der zweite Tag war so ähnlich wie der erste Segeltag, bloß es war weniger Wind und Welle. Wir haben wieder drei Wettfahrten geschafft und heute lief es besser Alina belegte einen 1., einen 4. und einen 20.Platz. Lucy hatte einen 37., einen 12. und einen 32. Platz belegt. Finja belegte die Plätze 38, 25 und 41.

Am letzten Segeltag segelten wir nur eine Wettfahrt. Alina wurde zweite, doch der erste hatte ein BFD. Glück, wieder einen ersten. Lucy belegte den 17. Platz und Finja den 34. Platz. An diesem Tag war noch weniger Wind.

Nachdem wir an Land waren, wurden die Boote schnell abgebaut und verladen. Unser Motorboot- und Optitrailer wurde wieder mit dem Kümo zurück nach Cuxhaven gebracht. Um 18.00 Uhr fand dann die Siegerehrung statt. Es gab für jeden einen Rucksack gefüllt mit Spiel- und Esssachen. Insgesamt wurde Finja 38, Lucy 23 und Alina 5 von 51 Teilnehmern. Nach der Siegerehrung gab es wieder Abendessen für alle. Anschließend hatten wir noch viel Spaß bei Spielen und Tanzen im Partyzelt.

Am nächsten Tag haben wir dann noch einen Ausflug auf die Düne gemacht. Die Düne ist die Nachbarinsel, wo wir dann die Robben am Strand sehen konnten. Am Nachmittag sind wir dann wieder mit der Fähre und einem super tollen Erlebnis von Wind und Wellen nach Cuxhaven und dann nach Hause gefahren.

Alina und Lucy

Werbelinenseeregatta

Fünf Kinder aus unserem Verein haben an der Regatta am Werbelinensee teilgenommen. Carsten und Bine sind als Begleitung mitgekommen und haben uns, Joans, Marvin, Finja, Lucy und mich (Alina), auf dem Wasser sowie an Land betreut.

Morgens...

...Als wir morgens alle zusammen hingefahren sind, haben uns Leute, vom Verein, geholfen die Boote abzuladen. Die waren dort sehr hilfsbereit und gut organisiert und so ging das Mobo kranen schnell.

Auf dem Wasser...

...Es war guter Wind und wir schafften am ersten Tag vier von sechs Wettfahrten. Das Wetter war dort gewöhnungsbedürftig, denn es schien die Sonne und kurz danach hatte es stark geregnet. Außerdem war dort der See sehr tief und obwohl wir die ganze Ankerleine gebraucht hatten, hatte es nicht gereicht. Allerdings ging das nicht nur uns so, die anderen hatten damit auch ihre Probleme.

An Land wieder...

...Wir haben uns umgezogen, unsere Boote abgebaut und dann haben wir angefangen die Zelte aufzubauen. Als wir damit Fertig waren, haben wir dort gegessen. Abends wurde das Fußballspiel, Deutschland gegen Ghana, auf einer Leinwand gezeigt. Das Spiel ging 2:2 aus und dann sind wir in unser Zelt gegangen und haben geschlafen.

Am nächsten Morgen...

...haben wir gefrühstückt, die Boote wieder aufgebaut und sind dann ausgelaufen zur ersten Tageswettfahrt. Das Wetter war diesmal besser, denn es schien nur die Sonne. Das einzige, was ich nicht so toll fand, war dass fast alle über der Linie waren und es keinen Allgemeinen Rückruf gab und es so nicht ganz fair war.

Später...

...haben wir die Boote verladen, das Mobo gekrant, die Sachen gepackt, die Zelte abgebaut und alles ins Auto verstaut. Nachdem wir mit allen fertig waren, haben wir auf die Siegerehrung gewartet. Diese hatte sehr lange gedauert, da an dieser Regatta Opti A´s, B´s und C´s teilgenommen haben. Die Erinnerungsgaben waren Turnbeutel, die eher für Erstklässler toll wären, als für uns. Nach einer entspannten Rückfahrt kamen wir wieder zu Hause an.

Hier gibt es ein paar Bilder der Regatta

Alina

Unsere Opti-Gruppe

Ich heiße Luca und möchte über das Segeln in unserer Opti-Gruppe berichten.

Wir sind 8 Kinder und haben in 2008 mit dem Opti-Segeln angefangen. Unser Jüngstensprecher ist Julius. Er hat schon 2007 mit dem Segeln begonnen und auch schon den Jüngstenschein. Wir anderen, das sind mit mir noch Alina, David, Jonas, Lukas, Lucy und Marvin, machen dieses Jahr den Jüngstenschein.

Mein erstes Mal Segeln mit dem Opti war super, aber auch sehr anstrengend. Ich wusste nicht viel vom Segeln, aber ich bin ganz lässig vom Steg zur ersten Boje gesegelt. Dort habe ich auch meinen ersten Fehler gemacht, schon stand ich mit dem Bug im Wind und bewegte mich kein Stück vorwärts. Der Wind trieb mich nach hinten. Dann drehte ich Pirouetten und der Wind haute mir den Baum gegen den Kopf. Da bekam ich ganz schön Respekt vor dem Segeln. Wie meine Opti-Freunde bin ich aber dabei geblieben, weil ich unbedingt das Segeln lernen wollte. Wir haben viel Spaß zusammen.

Unsere Trainer heißen Mareike, Moritz, Hendrik und Kolja. Wir lernen bei Ihnen das Segeln auf dem Opti und auch viel Theorie. Also über den Wind und die wichtige Kurse beim Segeln. Für unsere Boote sind wir verantwortlich. Unsere Trainer und die anderen Erwachsenen zeigen uns wie wir die Boote in Ordnung halten und helfen uns auch dabei. Manchmal segeln wir auch zusammen auf den großen Booten.

Ich freue mich jeden Samstag auf das Training.

Luca Sung-Min Choi

Opti-Trainingslager 2005

Dieses Jahr (2005) fand mal wieder ein Trainingslager für unsere Jüngsten statt. Allerdings nicht nur für unsere, sondern auch für die Optikinder aus dem SC Ahoi. Dort macht Vicky schon seit über einem Jahr das Optitraining (parralel zu unserem), deshalb hat es sich einfach angeboten und für die Kinder ist es auch angenehmer in einer größeren Gruppe zu Trainieren.

Als Termin hatten wir uns das Pfingstwochenende ausgesucht, weil wir durch den freien Montag einen Tag mehr Zeit hatten. Gesagt getan:

Am Freitag Nachmittag ging es los: Vicky kam übers Wassser mit den Kindern aus dem Ahoi angereist, während unsere "Optis" wie gewohnt zum Training in den SVS kamen. Leider konnten wir an diesem Tag nur recht wenig Segeln, weil das Aufbauen der Zelte und alles was sonst noch anfällt länger dauerte als angenommen. Also wurde nur ein wenig "Lust auf mehr" gemacht. Trotzdem war der Abend nicht verloren, denn nach dem Abendessen stand noch eine Nachwandererung auf dem Programm, die allen Beteiligten großen Spaß (und vielleicht auch ein wenig Gruseln) bereitete. Anschließend verkrochen wir uns alle müde in unsere Zelte.

Wie beim Campen üblich, war es nicht möglich am nächsten morgen auszuschlafen. Also standen die letzten (das waren übrigens die Trainer) um 07.30 Uhr auf. Der morgendliche Schock stand uns noch bevor: Cornflakes, Milch und Belag waren zwar reichlich vorhanden, aber die Brötchen hatten wir vergessen. Damit alle satt wurden musste jemand zum Bäcker laufen (ca. eine 3/4 h!). Dieser jemand war dann schlussendlich ich... Naja ein bischen Frühsport ist ja gesund.

Gut gesättigt ging es aufs Wasser. Die Kinder, die Teilweise noch sehr jung sind und alle noch nicht so viel Segelerfahrung besitzen, hatten mit den Naturgewalten zu kämpfen, denn der Wind wehte, wie man es sich als Segler nur Wünschen kann (also reichlich). Es kostete alle unsere überredungskünste um die Kinder bei Laune zu halten und die ganz normalen ängste zu vertreiben. Aber letzentlich klappte alles ganz gut, so dass wir nach dem Mittagessen alle zusammen mit unserer Randmeerjolle "Roter Baron" bei leichtem Regen und deutlich schwächerem Wind weitersegeln konnten. Abends um 18.00 Uhr wurden die Kinder abgeholt, so dass sich alle zuhause im vertrauten Bett ausschlafen konnten.

Am Sonntag trafen wir uns alle um 11.00 Uhr wieder im SVS. Der Wind war wieder relativ stark, was uns aber nicht davon abhielt Vor- und Nachmittags im Opti zu segeln. Das war auch kein Problem, denn es klappte alles viel besser, als am Tag zuvor. Wir waren wirklich begeistert was die Kinder leisteten. Auch Rom wurde nicht an einem Tag erbaut, aber es war deutlich zu erkennen, dass die Kinder viel größeres Vertrauen in sich und ihr seglerisches Können hatten.

 

Am Montag das große Finale: Der letzte Tag. Nach einer kurzen Theoriestunde ging es an die praktische Umsetzung des Gelernten. Leider war wieder nicht so viel Zeit, weil wir nach dem Mittagessen wieder mit Sack und Pack in den SC Ahoi segeln mussten. Aber auch diese Hürde wurde genommen, so dass wir das Trainingslager um kurz nach 18.00 Uhr für erfolgreich beendet erklären konnten. Es war zu spüren, dass alle (wir Trainer nicht ausgenommen) nach 4 Tagen relativ ausgelaugt waren.

Zusammenfassend kann man sagen, dass das Wochenende trotz aller Anstrengungen ein voller Erfolg war. Die Kinder sind sichtbar besser geworden und haben auch eine Menge Spaß gehabt. Wir Trainer hatten auch Freude an der ganzen Sache und sind natürlich auch Stolz, wenn wir etwas vermitteln können. Es sei auch noch ein großes Lob an die Eltern (aus beiden Vereinen) gesprochen, die uns unterstützt haben. Damit meine Ich nicht nur praktische Dinge wie das Aufbauen der Zelte, sondern vielmehr die Würdigung unseres Engagements und das Vertrauen, uns ihre Kinder anzuvertrauen, obwohl wir ja noch relativ jung sind (18 und 19).

Kolja

Absegel-Vereinswochenende 26./27. Oktober 2002

Das diesjährige Absegelwochenende im Oktober war ein sehr windiges (es gab Sturmwarnung für beide Tage). Weil unsere Boote nur bis 6 Windstärken versichert sind, verbot uns der Vorstand die letzte Gelegenheit dieses Jahr zu nutzen um raus zu fahren und unserem Lieblingssport nachzugehen. Natürlich begannen wir zu Diskutieren und uns fürchterlich aufzuregen - ohne Erfolg. Zum Glück wie sich später herausstellte...

Vorerst wurden die Bastelaktivitäten des nächsten Tages vorverlegt um die Massen zu Beschäftigen: Papierflieger bauen. Das hört sich jetzt vielleicht ein wenig kindisch an. Alles lief aber unter fachmännischer Anleitung von unserem Festausschuss Jens und einer Bastelanleitung in Form eines Buchs. Im Endeffekt hat das auch Spaß gemacht, v.a. weil es wirklich funktioniert hat. Die Flieger flogen - meistens - richtig gut und blieben recht lange in der Luft.

Später ließ der Wind scheinbar nach. Der Vorstand (Hendrik und Anne) ließ sich breitschlagen, die Randmeerjolle auslaufen zu lassen. Mit Jens Z., Jens J., Sydney und Vicky als Besatzung sollte eigentlich nichts schief gehen. Diese genialen Seeleute hatten aber beschlossen, nur die Fock zu setzen und "erst mal zu gucken". Ein fataler Fehler! Der Wind war immer noch sehr heftig und ohne Großsegel war es nicht möglich das Boot unter Kontrolle zu behalten. Nach kurzer Zeit nahmen sie auch das letzte Segel herunter und ließen sich an die Anlegestelle der Segelschule Hering treiben. Von dort mussten wir sie mit unserem Käpt'n Boysen (Motorboot) "retten".

Als alle wieder an Land waren, kam das nächste Unglück. Wir standen am Ufer und sahen den Mast eines anderen Seglers erst um die Hälfte, dann gänzlich einknicken. Sofort wurde unser KB wieder bereit gemacht um erneut Hilfe zu leisten. Besonders viel konnten wir mit dem schwachen Motor nicht ausrichten, aber zumindest waren wir vor anderen Rettungskräften am Ort (DLRG und WSP ließen sich fast eine halbe Stunde Zeit - gut zu wissen, dass man im Notfall auf schnelle Hilfe hoffen kann).

Diese zwei Ereignisse, bei denen glücklicherweise niemand verletzt wurde, mussten abends bei einem ausgiebigen Grillen verarbeitet werden ;-)

Nachts folgte das traditionelle Geländespiel. Obwohl es ziemlich kalt war, hat es den Meisten großen Spaß gemacht. Die fangende Mannschaft muss ihre versteckten Gegner aufspüren, einfangen und in ein Gefängnis (Klettergerüst) bringen. Die Versteckten ihrerseits müssen versuchen zu diesem Klettergerüst zu gelangen und sich bzw. andere Gefangene dadurch freischlagen. Eigentlich normales "Fangen"; durch die Dunkelheit und die Größe des Terrains wird daraus aber ein Geländespiel...

Am nächsten Morgen ging es viel zu früh weiter. Warum kann man nicht erst um 9.00 Uhr Frühstücken??

Na ja zumindest war der Wind schwächer geworden (dieses Mal wirklich) und jeder, der wollte, durfte segeln gehen. Das ließen wir uns nicht entgehen und bestiegen den Roten Baron um zu zeigen, dass es möglich wäre ihn auch bei ein wenig stärkeren Winden zu kontrollieren. Natürlich war es für erprobte Segler wie Hendrik, Fischi, Lukas und mich kein Problem. Auch Verena und Sydney auf dem 420er Poldi bzw. Carsten und Anne auf einem Korsar namens Sundreamer hatten ihren Spaß.

So war es insgesamt doch noch möglich, die Saison mit einer Letzten gelungenen "Segel-Aktion" zu beenden und genügend für die folgenden Herbstarbeiten zu motivieren....

Kolja Rösch

Pavillionbau 2003

Eigentlich begann alles schon 2002. Denn ungefähr in diesem Frühjahr kam uns (Fischi und Kolja) die grandiose Idee einen neuen Pavillion zu bauen. Wir hatten ja schon immer einen, der war aber so ranzig, dass er nur zum Abstellen von unliebsamen Gegenständen genutzt wurde. Das wollten wir ändern!

Die Arbeiten sollten im Sommer (2002) beginnen. Leider überfiel uns eine extreme Faulheit, die den Bau erheblich verzögerte. Unterschiedliche Reisetermine ;-) machten das Vorhaben gänlich zunichte. Ein geschlagenes Jahr später - wieder in den Sommerferien - verspührten wir starken Tatendrang und machten uns sogleich an die Arbeit.

Die erste Schwierigkeit bestand darin, die nötigen Materialien zu besorgen. Als wir uns endlich für Plexiglas mit einem "Holzdachstuhl" enschieden hatten, wurden wir von Fischis Mutter zum Verein gebracht (mit dem ganzen Krempel auf und im Auto war das schon eine abenteuerliche Fahrt). Jens kam noch als dritter dazu und dann ging es los...

Die erste Aufgabe war die witzigste: ABREIßEN! Mit Hammer, Brecheisen, Spitzhacke und allem, was wir so finden konnten, machten wir aus dem alten Dach Kleinholz. Die Stützbalken ließen wir stehen weil wir mit dem Gießen eines neuen Fundaments wohl etwas überfordert gewesen wären. Also ging es ans bauen.

Die dickeren Querbalken bilden praktisch den Grund und tragen das Dach bzw. verteilen seine Last auf den Pfeilern. Darüber liegen die sechs Längsbalken, die schmaler aber dafür länger sind und auf denen schlussendlich die Plexiglasplatten befestigt sind. Sie verteilen ihrerseits das Gewicht des Dachs auf den Querbalken - Alles in allem relativ stabil. Oben auf alles drauf kommen die schon mehrmals erwähnten Plexiglasplatten, die mit speziellen Schrauben am Holzgerüst befestigt werden. Es soll natürlich auch nicht vergessen werden, dass wir zwischenzeitlich noch tatkräftige Unterstützung von Fischis Freundin Frauke erhalten haben - Danke nochmal (natürlich an alle die mitgemacht haben).

Insgesamt haben wir ca. drei Tage gebaut und ich finde das Ergebniss kann sich sehen lassen. Auf jeden Fall ist es jetzt sehr viel gemütlicher unter dem Pavillion zu sitzen, da auch etwas Licht hindurchfällt und man nicht in völliger Dunkelheit sitzt. Aber ich will ja nicht unser eigenes Werk loben - seht selbst:

Kolja Rösch

Der Randmeertörn - Reisebericht über einen 3-Tagestörn

Boot: Roter Baron
Klasse: Randmeer Jolle
Besatzung: Jakob, Fischi, Kolja

Vor der Fahrt
*************
Die direkten Vorbereitungen begannen eigentlich erst zwei Tage vor Beginn. Wir fingen an uns zu überlegen was wir alles brauchten. Auf den letzten Drücker machten wir auch die letzten Besorgungen.
Hier nur ein kleiner Auszug aus dem Kram, den wir dabei hatten:
- 24l Wasser
- drei Brote
- Wurst, Marmelade etc.
- Schlafsäcke, Isomatten
- ein Zelt
- und vieles mehr

1. Tag
******
Naja, als wir endlich los wollten, war der Wind eingeschlafen. Er ließ uns im Stich, aber die Technik siegte über die Natur, denn wir wurden von Laslo geschleppt. Als der Wind gnädiger gestimmt war (durch einige Opfergaben an den Wannseegott), kappten wir die Leinen und segelten nach alter Tradition, mit Windkraft weiter.
Egal wie wenig Wind, der Rote Baron fährt immer. Wir kamen also ein gutes Stück voran, eigentlich zu weit, denn gegen Abend waren wir in einer Sackgasse, und ausweichen ging auch nicht, weil bei der Glienicker Brücke, lauter niedrige Brücken sind, unter denen wir nicht durchkommen. Wir hatten auch keine Lust den Mast zu legen. Also warfen wir den Anker über Bord (natürlich mit Ankerleine *g*) und vertäuten unser Boot zusätzlich an Land. Für die Nacht legten wir das Großsegel wie ein Zelt über den Baum, um vor Wind und Regen geschützt zu sein.
Wir waren am Verhungern, und weil eine hungrige, unzufriedene Mannschaft häufig meutert, kamen wir auf die geniale Idee zu kochen...
Es gab Linsen, mit Brot und Fleisch. Die Linsen mussten wir in der Dose warm machen, weil wir leider nicht auf die kluge Idee gekommen waren einen Topf mitzunehmen. Trotzdem hat es gut geschmeckt.
Wohlgenährt, machten wir uns zu unserem ersten Landeinsatz fertig. Wir durchkämmten das feindliche Hinterland. Gut getarnt, fielen wir kaum auf...
Nach erfolgreicher Mission wollten wir unseren freundlichen Nachbarn, die 200 Meter neben uns grillten, Bier abkaufen, was sie aber ablehnten, da sie sich selbst nicht ausreichend versorgt hatten. Nach einer Runde nächtlichen Schwimmens gingen wir schlafen...
... leider nicht lange, denn in der Nacht wurden wir von einem Kampfgeschwader feindlicher Mücken attackiert. Wir nutzen Rauch um sie zu vertreiben, ich schrieb einen Bericht an flo, die nicht mitkommen konnte, weil sie sich zwei Bänder gerissen hatte und im Krankenhaus lag.

2. Tag
******
Am nächsten Morgen, ging es mit wenig Wind weiter. Wir frühstückten gemütlich und fuhren zurück in Richtung Glienicker Brücke. Dort angekommen gingen Jakob und ich an Land um unsere Versorgung mit Chips und Flüssigbrot zu sichern. Fischi bewachte währenddessen das Boot. Das Landungsteam ging nun in Badeshorts, barfuss, und mit einem wasserdichten Kanusack durch Potsdamm bis zu einer Tankstelle und zurück. Wir ernteten eine Menge belustigter und verwunderter Blicke.
In Rekordtempo lichteten wir den Anker und flohen vor den uns verfolgenden Eingeborenen. Da der Wind aufgefrischt hatte, konnte die Randmeer endlich zeigen was in ihr steckt...
Hinter der Pfaueninsel liefen wir auf einer Sandbank auf. Durch taktisches Heraufholen des Schwertes konnten wir aber den Fängen des Wannsees entfliehen.
Nach einer kurzen Pause im Verein, wo wir die sanitären Anlagen benutzten und einen Topf mitnahmen, segelten wir weiter nach Lindwerder.
Dort ankerten wir wieder und machten uns Chili Con Carne. Auch dieser Abend durfte nicht ohne Landeinsatz vergehen. Diesmal hatten wir aber ein konkretes Ziel: der Grunewaldturm!!! Es war genial, feindliche Truppen liefen zwei Meter hinter uns vorbei, ohne uns zu bemerken... Die Tarnung war perfekt. So war auch das Überraschungsmoment auf unserer Seite, zu dritt sprangen wir gleichzeitig aus unserem Versteck und durchquerten das Restaurant unter den verdutzten Blicken der Kellner und Gäste. Der Rückweg ging durch vollkommene Dunkelheit, da wir nicht mal eine Taschenlampe dabei hatten. Trotzdem bahnten wir uns den Weg durch den Wald und ereichten nach einiger Zeit unser Schiff.
Dieser Abend wurde wieder durch eine Runde Schwimmen beendet. Dieses Mal waren wir aber klüger und schlugen zum Schutz vor den Mücken Jakobs Zelt an Deck auf.

3. Tag
******
Der nächste Tag begann sehr mühsam, wir waren alle müde. Trotzdem lichteten wir den Anker und machten uns auf den Heimweg. Währenddessen aßen wir Brot mit Käse, Hartwurst und anderem zum Frühstück...
Im Verein angekommen begannen wir damit alles aufzuräumen und den ganzen lästigen Kram zu erledigen, der nach ner Menge Spaß immer anfällt.

Schlusswort
***********
Insgesamt war der Törn genial lustig...
Das ist nicht das Ende...
Wir kommen wieder und machen die Sieben Weltmeere unsicher...

Die Randmeer-Crew

Sommerfest bei Ikon

Ikon feierte in ihrem Werk in der Goerzallee ihr 75-jähriges Bestehen mit einem Sommerfest, obwohl das Wetter nicht so sommerlich war.

Ikon baut Schlösser, Schließanlagen und Türbeschläge und war früher ein Teil der Karl Zeiss AG.
Da Ulli bei Ikon arbeitet, hat er dem SVS einen Stand organisiert. Unsere Aufgabe bestand darin, Kinder zu betreuen, indem wir mit ihnen Schlüsselanhänger und Jonglierbälle bastelten. Außerdem präsentierten wir den SVS auf dieser Veranstaltung.

Um zu zeigen dass wir ein Seglerverein sind, wurde ein Opti aufgestellt. Ulli, Bine, Mathe, Nicki, Hendrik, Flo, Vicki, Fischi, Kolja, Moritz und ich halfen fleißig mit.

Außer unserem SVS-Stand gab es noch verschiedene Stände für Speisen und Getränke, eine Band und eine Dosenwerfen-Bude, in der sich die Jugend mit neuen Mützen eindeckte.

Das Team ASSA ABLOY das eine Yacht beim Volvo Ocean Race unterhält, schickte den Navigator auf das Sommerfest, um die Leute zu unterhalten. Zur allgemeinen Belustigung durften sich zwei Gäste (zufälligerweise Fischi und Hendrik vom SVS ;-)) in die komplette Offshoremontur zwängen und bekamen jeder einen Eimer Wasser über den Kopf. Nur schade, dass dabei die Klamotten, die sie vorher ausgezogen hatten etwas nass wurden.

Um 18 Uhr war dann Schluss und alles musste wieder eingeräumt werden.

Jens

Homepage von Ikon
Bericht vom Trainingswochenende - 25. bis 27. September 1998

Das Wochenende begann am Freitag, den 25.9. um 16.00 Uhr. Als erstes wurden die Optis aufgetakelt und gecheckt, ob auch alles in Ordnung ist. Da es früh dunkel wurde, haben wir auch schon bald angefangen, Holz für das geplante Lagerfeuer zu suchen. Endlich waren die Boote wieder gut verstaut und wir konnten mit dem Lagerfeuer beginnen. Zum Abendessen gab es Ungarischen-Gulasch-Eintopf, den wir über einem Nebenfeuer kochten. aber weil der Löffel zu heiß war, konnte man den Eintopf schlecht umrühren. Das Ergebnis: Gulasch oben kalt und unten ein bißchen angebrannt. Trotzdem schmeckte es allen sehr gut. Danach mußten wir Kinder in unsere Schlafsäcke schlüpfen, die im Gemeinschaftszelt lagen und schliefen bald ein. (Oder?)

Am nächsten Tag, dem Samstag, wurden wir von Laslos Wecker geweckt, danach machten wir Frühstück.

Nach dem Frühstück kam Björn und quälte uns mit Theorie. Kurz darauf versuchten wir die Theorie in die Praxis umzusetzen, aber es wehte kein Wind, so sind wir wieder zurück in den Verein gefahren. Dort haben wir Fußball gespielt, bis Laslo das Essen fertig hatte. Es gab Schleifennudeln mit leckerer Laslo-Spezial-Champignon-Soße. Nach dem leckeren Essen haben wir uns alle warm angezogen und sind mit Verpflegung auf den "Roten Baron" gegangen, um zu "Wannsee in Flammen" zu fahren. Da wir ein weißes Rundumlicht brauchten, haben wir eine Öllampe an den Großfall vom Mast gehangen. So konnte es losgehen. wir wurden von dem MoBo, das Réne fuhr, gezogen. Als wir ankamen, haben wir uns mit drei weiteren Vereinsbooten ins Päckchen gelegt.

Es dauerte lange, bis die festlich geschmückten Dampfer endlich da waren und das Feuerwerk begann, dafür war es aber wirklich toll. Als wir endlich wieder an Land waren, fielen wir müde in die Schlafsäcke.

Am nächsten Tag wurden wir wieder von Laslos nervigem Wecker geweckt. Danach beschlossen wir, dass wir den Oliver-Christiansen-Cup nicht segeln würden, da es auch jetzt noch keinen Wind gab. Trotzdem gingen manche doch aufs Wasser und segelten im Stehen auf der Kannte. Zur Belohnung bekamen wir einen Schokopudding.

Nachdem wir die Boote abgebaut hatten, wurden wir abgeholt.

Das Wochenende war echt toll, es war nur schade, dass wir keinen Wind hatten.

Von Vicky und Fischi